Diamantenmasche

Betrügerischer Diamantenhandel

 Viele Anleger lassen sich davon überzeugen, dass Edelsteine eine sichere Investition seien. Auch aus Ängsten vor der unsicheren Euro-Entwicklung haben Diamantenhändler Hochkonjunktur. Die Steine taugen allerdings kaum als nützliche Anlage, selbst wenn sie auch vorn seriösen Anbietern eingekauft wurden, weil sie selbst von diesen nur mit einem Abschlag von 10 – 30 Prozent wieder zu verkaufen sind.

Ausserdem werden sie von unseriösen Anbietern zu überhöhten Preisen angeboten.

Von diesen bieten auch einige sog. Rückkaufsgarantien für den Fall an, dass der Preis nicht innerhalb eines Jahres steigt. Doch wird der Rückkauf mit diversen Begründungen, beispielsweise, dass die verschweißte Originalverpackung beschädigt sei, abgelehnt. (Soweit unsere Anmerkungen im CSA-Observer 1998 )

Derzeit im Jahre 2002 in Zeiten schlechter Börsenentwicklung blüht das Geschäft mit der angeblich „härtesten Währung der Welt“ wie schon lange nicht mehr. Allerdings handelt es sich meistens um betrügerische Angebote von zahlreichen Anbietern in Deutschland.

Diese locken derzeit Investoren zum Ankauf von vermeintlich edlen Steinen mit Echtheitszertifikaten und sogar mit Rückkaufgarantien sowie der Aussage, hohe Gewinne beim Wiederverkauf erzielen zu können.

Logischerweise stoßen die per Internet, Telefonmarketing oder Zeitungsinseraten angebotenen Anlagediamanten bei enttäuschten Aktienanlegern auf offene Ohren, denn an den Besitz von Edelsteinen  wird die Erwartung von Sicherheit und Wertbeständigkeit geknüpft. Nur ein Beispiel eines Inserats eines Händlers:

„Notverkäufe von privat –

internationale Wertbescheinigung

steuerfreier Wertzuwachs!“

Allerdings wird bei allen dieser Angebote der Kunde bewußt getäuscht, denn zum einen handelt es sich bei den angebotenen Steinchen zwar um Diamanten, die jedoch nur einen Bruchteil ihres Kaufpreises wert sind.

Zum anderen wird der Käufer mit den gängigen Verlaufsmethoden bewußt getäuscht.

So verkaufen viele Anbieter die Steine in versiegelten Plastikbriefen. Nimmt der Kunde dann beispielsweise einen Stein heraus, um beispielsweise seinen Wert beim Juwelier prüfen zu lassen, erfährt er von diesem, dass der Stein nur einen Bruchteil des Kaufpreises ausmacht und anlässlich seiner Beschwerde beim Verkäufer, dass die „Geld-zurück-Garantie“ aufgrund der geöffneten Packung nicht greife.

Das beim Verkauf mitgelieferte Echtheitszertifikat hilft auch nicht weiter, weil es nichts über den wahren Wert der Steine aussagt.

Auch die in manchen Fällen gelieferten Wertgutachten sind mit größter Vorsicht zu genießen, weil Prüfinstitute lediglich eine Qualitätsbescheinigung des Steins ausstellen, niemals jedoch eine Wertbescheinigung.

Des weiteren wird dem Kunden auch verschwiegen, dass es keinen geregelten Markt für Diamanten in Deutschland gibt. So können die geprellten Käufer nur hoffen, ihre Steine an privat oder an Juweliere zu verkaufen. Doch letztere zahlen eben nicht mehr als 10 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises.

Fazit: Vertrauen Sie eher dem Rat eines in Ihrer Umgebung bekannten, seriösen Juweliers, falls Sie wirklich wertbeständige Diamanten kaufen wollen, fallen Sie aber nicht auf die betrügerischen Offerten von dubiosen „Handelshäusern“ oder sonstigen Anbietern am grauen Kapitalmarkt herein!

 

( aktuell 11 / 2002 )

 

Datenschutzerklärung
Eigene Webseite erstellen bei Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!