CSA- Aktion für mehr Transparenz und Aufklärung im deutschen ausserbörslichen Beteiligungsmarkt im Interesse des Anlegerschutzes 

In Deutschland sind derzeit in geschlossenen Fonds in Immobilien, Filme, Schiffe und andere Anlagen  mehr als 200 Milliarden Mark investiert. Allein im letzten Jahr ( 2001) flossen 21,6 Milliarden Mark in diese Anlagevariante.  

Im Bereich der geschlossenen Fonds gibt es allerdings keine neutrale Organisation, die systematisch, objektiv und kompetent darüber Auskunft gibt, welche der Fonds vertrauenswürdig sind oder nicht.

Schon die professionellen Vermögens- und Wirtschaftsberater haben ihre Schwierigkeiten aus dem riesigen Fondsangebot, die Rosinen nach objektiven Qualitätskriterein herauszupicken.  Noch schwieriger wird es jedoch  für die Anleger, diesen Marktbereich und seine Produkte auf Vertrauenswürdigkeit richtig einzuschätzen.

  •  Wie im Spiegelbericht, 8/ 2001 ausführlich dokumentiert, fehlt in Deutschland "noch eine schlagkräftige Börsenaufsicht, die diesen Namen verdient." Fakt ist jedoch, dass es auf dem Pre- IPO- Beteiligungsmarkt überhaupt keine Börsenkontrolle in Deutschland gibt! Zwar müssen Finanzdienstleister , die mit Wertpapieren handeln oder diese vermitteln, die Erlaubnis für ihre Tätigkeit vom vorgenannten BAKred ( Bundesaufsichtsamt für Kreditwesen, Bonn) besitzen, doch was hilft es dem Anleger, wenn die Behörde laut Präsident Sanio 2000 unbearbeitete Fälle wegen Personalmangel vor sich herschieben muss.

Und wie viel Tausende von „Verdachtsfällen“ muss es wohl noch bei  Beteiligungsmöglichkeiten der Unternehmen geben, die bewusst Produkte wählen, die nicht unter die Aufsicht des BAKred fallen . (Siehe unsere Homepage unter "Abzocker-Dorado." ( Menü)

  • Fazit und Ausblick: Im Interesse des Anlegers an einem transparenten Pre-IPO- Beteiligungsmarkt richten die freien Mitarbeiter der CSA verstärkt ihr Augenmerk auf die  emittierenden Unternehmen in diesem Bereich

    Grundlagen sind unsere nachfolgenden  Pre-IPO- Transparenz-Kriterien, die einer allgemein notwendigen Forderung nach einer optimierten Transparenz am vor- und ausserbörslichen Beteiligungsmarkt Rechnung tragen soll. In den USA, wo schon seit nahezu drei Jahrzehnten das Private Placement im Pre-IPO gang und gäbe ist, haben sich derartige Transparenzkriterien längst durchgesetzt.

    Gesellschaften, die wir recherchieren oder die sich einer Transparenz- Leistungsbeurteilung durch unsere freiberuflichen und unabhängigen Gutachter unterziehen lassen wollen, erhalten von uns nach Erfüllung der nachfolgenden Pre.IPO-Transparenzkriterien das

                          CSA-Pre- IPO- Certificate

    als Gütesiegel und Nachweis, dass sie ( die Unternehmen) nach Auffassung der CSA- Gutachter den Erfordernissen der CSA- Pre-IPO- Kriterien nachgekommen sind.

     Die CSA- Pre- IPO- Transparenz-Kriterien

    Um den verschiedenen Pre-IPO- Beteiligungsmöglichkeiten , dem Aktienbereich, den Stillen Beteiligungen, den KG Venture Capital Fonds und den KG – Fonds gerecht werden zu können, haben wir individuelle Transparenz-Kriterien ausgearbeitet.

    Allen vier Kriterien ist jedoch die Forderung nach maximaler Transparenz und Informationsdichte gemeinsam:

    • Der potentielle Anleger soll jederzeit die Gewähr erhalten, dass er mit ausreichenden Informationen versorgt wird, die ihn zu einer objektiven Meinung über das emittierende Pre-IPO- Unternehmen befähigen soll.

    Eine IR- Kommunikationsstelle ( Investor Relation)  sollte möglichst von Seiten des Unternehmens online verfügbar sein, um die ständige Kontakt- und Informationsmöglichkeit zwischen (potentiellen) Anlegern und dem Unternehmensmanagements so transparent und effizient wie möglich zu gestalten.

    • Die IR- Stelle sollte regelmässig per Newsletters Anleger und Öffentlichkeit mit aktuellen Unternehmensdaten informieren.
    • Diese Finanzkommunikation sollte vom Vorstand des Unternehmens als wichtiger Teil des Unternehmensmanagements eingeplant sein.

     Ø       Die CSA- Pre-IPO- Transparenzkriterien beinhalten keine qualitativen Leistungsbewertungen über die gegebenen oder dargestellten Informationen. Eine Vergabe des CSA- Pre-IPO-Certificats kann z.B. nicht  als Kriterium die Plausibilität der Geschäftszahlen der emittierenden Unternehmen beinhalten, sondern stellt nur fest, ob Aussagen in hinreichende Form innerhalb des CSA-Transparenz-Kriterienkatalogs darüber gemacht worden sind. Über die Qualität des Managements können auch nur bedingte Aussagen gemacht werden und insofern auch nur , ob die dargestellten verantwortlichen Personen ( Vorstand/ Aufsichtsrat) von ihrem bisherigen Werdegang her, -ihrer Qualifikation und ihrem Leumund - als geeignet erscheinen können, die dargestellten Unternehmensziele im Interesse der Investoren zu erzielen.

            Eine abschliessende Beurteilung muss allerdings auch Umstände berücksichtigen, die sich trotz Einhaltung der Transparenzkriterien nachteilig für den Investor oder Anleger beim Kauf der Anteile auswirken können. Beispielsweise wenn der CSA Vorgänge bekannt werden, wo von Seiten des emittierenden Unternehmens nachteilige Umstände, Bedingungen verschwiegen werden oder mittels Manipulationen, Täuschungen, falschen Zahlenangaben die Anleger- und Investorenseite bewusst getäuscht werden sollen.

    Ø     Die CSA- Pre-IPO- Transparenzkriterien im Aktienbereich im Überblick:

    ·         Ein Business- Plan nach IAS (Internationalen Standards) muss vorhanden sein. 

    • Der Emissions- oder Pre-IPO- Verkaufsprospekt muss Quartals- oder Halbjahreszahlen und Planzahlen beinhalten.
    • Die Emissionsmittelverwendung muss detailliert dargestellt werden.
    • Eine vollständige Aktionärsstruktur muss angegeben sein.
    • Der berufliche Werdegang der Vorstände und deren Gehälter müssen enthalten sein.
    • Die Satzung der Gesellschaft muss angegeben sein.
    • Die Downloadmöglichkeit des genehmigten Verkaufsprospektes auf der Homepage des Unternehmens oder des Vertriebspartners muss gegeben sein.
    • Das Finanzdienstleistungsunternehmen, das die Aktien vertreibt, muss beim Bundesaufsichtsamt für Kreditwesen registriert sein. 

    Ø    Die CSA- Pre-IPO- Transparenzkriterien bei „stillen Beteiligungen“

    Nur zwei Kriterien gibt es hier im Unterschied zum Aktienbereich:

    1.       Verkaufsprospekt: Für das Angebot von „stillen Beteiligungen“ gibt es leider keine Hinterlegungspflichten beim Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel, so dass auch keine Prüfung erfolgt. Um gegenüber dem Anleger eine grösstmögliche Transparenz zu gewährleisten, sollte der Verkaufsprospekt öffentlich zugänglich, d.h. mit Downloadmöglichkeit im Internet über eine Investor- Relationstelle IR) des Unternehmens einsehbar sein.

    2.       Der Verkaufsprospekt sollte den Vertrag über die „stille Beteiligung“ enthalten. Da diese Vereinbarung die wesentliche Grundlage einer „stillen Beteiligung darstellt, sollte sie im Verkaufsprospekt nicht fehlen.

    Im übrigen gelten die Transparenzkriterien des Aktienbereichs auch im Bereich für „Stille Beteiligungen“.

    Ø     Die CSA- Pre-IPO- Transparenzkriterien bei „KG-Zielfonds“

    Bei "KG-Zielfonds" erwerben die Anleger Kommanditanteile an einer GmbH & Co. KG oder AG & Co. KG. Diese Gesellschaft investieren ausschliesslich mit dem Anlegerkapital in andere ausgesuchte Ziel-Unternehmen. Nach einem erfolgreichen Börsengang oder Trade Sale der Zielunternehmen veräussern die KG´s ihre Anteile an den Zielunternehmen und schütten die Gewinne meist abzüglich eines Gewinnanteiles an die Kommanditisten aus.
    Folgende Transparenzkriterien sind für die Vergabe des CSA-Pre-IPO-Certificates erforderlich:

    • Prospekt mit Downloadfähigkeit auf der Homepage des Emittenten mit folgenden Inhalten: - Investitions- und/oder Geschäftsplan , Zeichnungsfrist, jährliche Gebühren, Namen und Adressen der beteiligten Zielunternehmen, Plan- und Geschäftszahlen der Zielunternehmen, genauer Unternehmenswert zum Zeitpunkt der Investition in das Zielunternehmen, Gesellschafts-, Mittelverwendungs- und Treuhandverträge.

     Ø    Die CSA- Pre- IPO- Transparenz-Kriterien bei

    "KG- Venture Capital Fonds"

    Bei einem "KG Venture Capital Fonds" erwirbt der Anleger einen Kommanditanteil an einer AG & Co. KG oder GmbH & Co. KG. Diese Gesellschaft investiert mit dem Anlegerkapital in andere Venture Capital Fonds ( Fund of Funds Konzept) und/ oder direkt in mehrere Unternehmen. Am Fonds-Laufzeitende schüttet die KG ihre Gewinne abzüglich eines Gewinnanteiles an die Kommanditisten aus.

    Folgende Transparenzkriterien sind für die Vergabe des CSA-Pre-IPO-Certificates in diesem Bereich erforderlich:

    • Prospekt mit Downloadfähigkeit auf der Homepage des Emittenten mit folgenden Inhalten: - Investitions- und/oder Geschäftsplan , Zeichnungsfrist, lückenlose Darstellung des Investitionsplans mit den jährlichen Gebühren, Namen und Adressen der beteiligten Gesellschaften, Informationen über die Venture Capital Fonds, Gesellschafts-, Mittelverwendungs- und Treuhandverträge, Investmentstrategie mit Angabe der Fondsstruktur mit ihren Schwerpunkten ( Venture Capital / Private Equity), des jeweiligen Anteils der Direktinvestitionen und der angestrebten Unternehmensbeteiligungen.
     

    Abschliessende Beurteilung und Vergabe des CSA- Pre-IPO Certificates:

     Die Vergabe  des CSA- Pre-IPO Certificates kann keine umfassende Qualitäts- und Leistungsbewertung des emittierenden Unternehmens sowie keine Kaufempfehlung darstellen.

    Das CSA- Pre-IPO Certificate  stellt lediglich ein Transparenz- Gütesiegel dar, wonach das emittierende Unternehmen beweist, dass es den heutigen Transparenzmaßstäben, Informationserfordernissen im Interesse des Anlegerschutzes und einer allgemeinen seriösen Unternehmenskultur nachgekommen ist.

     Eine abschliessende Beurteilung muss allerdings auch Umstände berücksichtigen, die sich trotz Einhaltung der Transparenzkriterien nachteilig für den Investor oder Anleger durch den Kauf der Anteile im Nachhinein auswirken können. Beispielsweise wenn der CSA Vorgänge bekannt werden, wo von Seiten des emittierenden Unternehmens nachteilige Umstände und Bedingungen verschwiegen werden oder mittels Manipulationen, Täuschungen, falschen Zahlenangaben die Anleger- und Investorenseite bewusst getäuscht werden soll.

    • Vorausgesetzt, dass die CSA zur Beurteilung ( Gutachtentätigkeit ) der Erfüllung der Pre-IPO- Transparenzkriterien durch das emittierende Unternehmen beauftragt ist und im Nachhinein vorausgenannte Nachteile für den potentiellen Anleger der CSA bekannt werden, weist diese das Unternehmen auf diese Umstände mit der Bitte um Stellungnahme , bzw. Änderung hin. Kommt es zu keiner einvernehmlichen Lösung im Interesse der Investoren- oder Anlegerseite, kann die CSA fristlos von ihrer Auftragstätigkeit zurücktreten. Nähere Ausführungen sind in einer CSA- Mandatsvollmacht enthalten.

    Stand dieser Info: 15.06.2001

    Ihre Fragen, unsere Antworten an:csa-security@web.de

     

Datenschutzerklärung
Kostenlose Homepage erstellen bei Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!